Kastanien & Herbstlaub: Herbstspaziergänge rund um Trient

05.10.2026

Bunte Wälder, Kastanienhaine, Seen und Wanderwege: Der Herbst ist eine der schönsten Jahreszeiten, um die Umgebung von Trient ganz in Ruhe zu entdecken.

Die Tage werden kürzer, die Morgenluft frischer und die Wälder beginnen, ihre Farben zu wechseln.

Jetzt ist der Herbst wirklich da: gelbe und rote Blätter, Wege, die unter den Wanderschuhen rascheln, Kastanien und dieses weichere Licht, das die Landschaft besonders stimmungsvoll wirken lässt.

Zwischen September und Oktober verwandelt die herbstliche Laubfärbung viele Gegenden des Trentino. Und schon wenige Kilometer außerhalb der Stadt findet man schöne Spazierwege, auf denen sich die Jahreszeit besonders gut genießen lässt. Einige sind kurz und einfach, andere nehmen etwas mehr Zeit in Anspruch. Hier sind ein paar Ideen für den Anfang.

Sardagna und der Kastanienweg: Herbst direkt oberhalb von Trient

Um die ersten Kastanienbäume zu entdecken, muss man gar nicht weit fahren. Sardagna liegt an den östlichen Hängen des Monte Bondone direkt oberhalb von Trient und verbindet auf besonders schöne Weise Wald, Kastanienhaine und Ausblicke auf das Etschtal.

Hier beginnt der Kastanienweg, ein Rundweg, der durch Kastanienhaine, Wiesen, Wälder und alte Terrassenlandschaften führt. In dieser Gegend wachsen teilweise jahrhundertealte Kastanienbäume neben Haselnusssträuchern, Hainbuchen, Buchen und Ahornbäumen.

Die Route ist ideal für alle, die ein paar Stunden in der Natur verbringen möchten, ohne gleich einen ganzen Tag in den Bergen zu planen. Außerdem gibt es eine kürzere Strecke durch den Ort Sardagna, auf der man auch den historischen Teil des Dorfes kennenlernen kann.

Lago di Cei: Herbstfarben, die sich im Wasser spiegeln

Wer den Herbst in seiner besonders fotogenen Variante erleben möchte, sollte am Lago di Cei unbedingt einen Zwischenstopp einlegen.

Der See liegt mitten im Wald und gehört zu einem geschützten Natura-2000-Gebiet. Im Herbst verändert sich seine Atmosphäre vollständig. Die Buchenwälder färben sich in warme Töne, das Licht wird goldener und der See spiegelt all diese Farben wider: Bäume, Himmel und jede einzelne Nuance dazwischen.

Ein Spaziergang rund um den See eignet sich auch für alle, die es eher ruhig angehen lassen möchten. Wer weiterwandern möchte, kann in Richtung Malga Cimana aufsteigen und dabei durch Wälder mit mächtigen Buchen, Wiesen und Lärchen gehen.

Unser Tipp? Nehmen Sie sich Zeit. Der Lago di Cei ist einer dieser Orte, an denen eine Pause am Ufer genauso zum Erlebnis gehört wie der Spaziergang selbst.

Roncegno Terme: Ein Spaziergang durch die Kastanienhaine des Valsugana

Wer die Suche nach Kastanien mit einem kleinen Ausflug verbinden möchte, kann in Richtung Valsugana fahren. Rund um Roncegno Terme prägen Kastanienbäume das Landschaftsbild und begleiten zahlreiche Wege durch die Hügel rund um den Ort.

Eine der schönsten Routen führt zur kleinen Kirche Santa Brigida. Der Weg ist etwas mehr als 3 Kilometer lang und verläuft durch eine Gegend mit traditionellen Höfen und großen Kastanienbäumen. Die Strecke ist einfach und eignet sich auch gut für einen Familienausflug.

Roncegno ist außerdem Teil der Strada del Castagno della Valsugana, einer Reihe von Wegen, die Dörfer, Wälder und Kastanienhaine miteinander verbinden. Je nachdem, wie viel Zeit man hat und wie lange man laufen möchte, lässt sich die passende Route auswählen.

Denn so schön das Herbstlaub auch ist – wenn unterwegs ein paar Kastanien auftauchen, hat vermutlich niemand etwas dagegen.

Torcegno: Alte Kastanienbäume und ein ruhigeres Tempo

Ebenfalls entlang der Kastanienstraße liegt Torcegno, ein kleines Dorf im Valsugana, das von Kastanienhainen umgeben ist.

Hier kann man einen etwa 4 Kilometer langen Rundweg durch die Umgebung des Ortes unternehmen. Die Strecke führt an der kleinen Kirche Maria Ausiliatrice vorbei und weiter in das Gebiet von Campestrini, wo sich auch ein eindrucksvoller, jahrhundertealter Kastanienbaum befindet.

Der Spaziergang zeigt besonders schön die ländliche Seite des Herbstes im Trentino: traditionelle Höfe, Wiesen, Wälder und Bäume, die seit Generationen Teil dieser Landschaft sind. Ein besonders angenehmes Ziel für alle, die die Wanderung mit einem Besuch kleiner Orte im Valsugana verbinden möchten.

Monte Bondone: Wenn der Herbst an Höhe gewinnt

Und dann gibt es natürlich noch den Monte Bondone, den Hausberg von Trient. Hier lässt sich der Herbst fast wie in verschiedenen Schichten erleben: von den Kastanienhainen in tieferen Lagen über Buchenwälder bis hin zu Nadelwäldern und offenen Landschaften weiter oben.

Das Gebiet bietet zahlreiche Möglichkeiten, von entspannten Spaziergängen bis zu richtigen Bergwanderungen. Das Viote-Becken auf etwa 1.500 Metern Höhe ist einer der wichtigsten Ausgangspunkte für alle, die ein paar Stunden mitten in der Natur und umgeben von alpiner Landschaft verbringen möchten.

Im Herbst sollte man allerdings bedenken, dass sich die Bedingungen mit zunehmender Höhe schnell verändern können. Ein milder Tag im Zentrum von Trient kann auf dem Monte Bondone deutlich kühler sein. Kleidung im Zwiebellook ist hier ausnahmsweise nicht nur ein gut gemeinter Rat der Großmutter.

Vor dem Start: ein paar einfache Tipps

Der Herbst ist eine wunderbare Jahreszeit zum Wandern, erfordert aber etwas mehr Aufmerksamkeit. Die Tage werden kürzer, die Wege können feucht sein und zwischen Tal und Bergen können große Temperaturunterschiede herrschen.

Deshalb empfiehlt es sich, vor dem Aufbruch immer den Wetterbericht und den Zustand der Strecke zu prüfen, geeignete Schuhe zu tragen und eine zusätzliche warme Schicht mitzunehmen – auch wenn in Trient gerade die Sonne scheint.

Und was ist mit den Kastanien? Sie zu sammeln scheint zunächst ganz selbstverständlich. Wälder und Kastanienhaine können jedoch auf Privatgrund liegen oder bestimmten Vorschriften unterliegen. Daher sollten Sie immer die Hinweise vor Ort beachten und die Kastanien gegebenenfalls einfach nur bewundern.

Man muss gar nicht weit fahren

Einer der schönsten Aspekte eines Aufenthalts im Hotel Be Place in Trient zu dieser Jahreszeit ist genau das: Morgens kann man durch die Straßen der Altstadt schlendern und nur wenige Stunden später durch einen herbstlich gefärbten Wald spazieren.

Vom Kastanienweg in Sardagna über den Lago di Cei und den Monte Bondone bis zu den Kastanienhainen des Valsugana – man muss sich nur für eine Richtung entscheiden und losfahren.

Dann warten da noch die Kastanien, der Duft des Waldes, das Rascheln der Blätter unter den Füßen und vielleicht ein warmer Zwischenstopp auf dem Rückweg.

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