Es gibt Morgen hier in Trient, an denen die frische Luft aus den Bergen nicht dazu einlädt, sich an Steigungen zu messen. An solchen Tagen können die Wanderschuhe im Zimmer bleiben, und der Wunsch ist nicht, einen Gipfel zu „erobern“, sondern sich von einer Landschaft verzaubern zu lassen.
Vergiss also den schweren Rucksack – aber nimm deine Kamera mit. Rund um das Hotel Be Place gibt es Orte, an denen die Zeit stillzustehen scheint, damit die Blüten in aller Ruhe erblühen können.
Hier sind unsere Herzensorte für einen entschleunigten Tag zwischen botanischen Gärten und Bioparks.
Wenn du die Straße hinauf zum Monte Bondone nimmst, erreichst du nach etwa einer halben Stunde ein Hochplateau, das wie ein Gemälde wirkt. Hier findest du den Alpengarten Viote – ein lebendiges Archiv der Bergflora aus aller Welt.
Ein Spaziergang zwischen seinen Steingärten und Feuchtgebieten im späten Frühling bedeutet, in ein Farbenmeer einzutauchen, das im Kontrast zur markanten Silhouette der Brenta-Dolomiten am Horizont steht.
Manche Orte wirken, als wären sie der Feder eines Schriftstellers des 19. Jahrhunderts entsprungen. Der Giardino Bortolotti, besser bekannt als Ciucioi, ist einer davon. In Lavis, nur wenige Minuten von uns entfernt, erhebt sich diese beeindruckende vertikale Gartenarchitektur am Felsen.
Es ist ein Labyrinth aus hängenden Gewächshäusern, Loggien und Pergolen, das sich den Hügel hinaufzieht – entstanden aus der romantischen Vision eines Mannes, der Botanik und Fantasie vereinen wollte. Ein Besuch fühlt sich an wie das Überschreiten einer Zeitgrenze. Die Besichtigung wird zu einer Erzählung, zu einer langsamen Entdeckung verborgener Winkel mit Blick auf das Tal darunter.
Manchmal liegt die tiefste Schönheit in einer gepflegten Wiese und im Schatten eines jahrhundertealten Baumes. Der Parco della Pieve ist der Ort, an den die Menschen aus Trient kommen, um Ruhe zu finden. Hier gibt es keine spektakulären Postkartenmotive, sondern eine „sanfte“ Natur, die zum Verweilen einlädt. Es ist der perfekte Ort für das Buch, das du auf dem Nachttisch deines Hotels liegen gelassen hast, für ein spontanes Picknick oder einfach, um das Licht zu beobachten, das durch die Blätter fällt. Hier ist das Ziel die Ruhe selbst.
Wenn dein Besuch mit dem Erwachen des Frühlings zusammenfällt, gibt es einen Ort, den du nicht verpassen solltest. Der Rosengarten ist ein intensives Sinneserlebnis. Zwischen alten und botanischen Rosensorten zu spazieren, ist nicht nur ein Genuss für die Augen, sondern auch eine Reise durch fast vergessene Düfte. Es ist ein Ort, der ganz von selbst dazu einlädt, langsamer zu gehen. Fotografiebegeisterte finden hier unzählige Details; wer einfach einen Rückzugsort sucht, entdeckt eine Harmonie aus Farben, die mit der Welt versöhnt.
Wenn man sich etwas weiter nach Süden in Richtung Gardasee begibt, begegnet man dem habsburgischen Charme des erzherzoglichen Arboretumparks von Arco. Ein Spaziergang zwischen Palmen, riesigen Zedern und jahrhundertealten Sequoien vermittelt das Gefühl, durch Kontinente zu reisen, ohne Trentino jemals zu verlassen.
Dieser Garten, einst geschaffen, um den Adel zu beeindrucken, bewahrt bis heute eine feierliche Eleganz. Das mildere Licht des Gardasees hüllt die exotischen Pflanzen in eine fast traumhafte Atmosphäre.
Diese Gärten und Parks laden dich ein, für ein paar Stunden Teil von ihnen zu werden.
Ein Aufenthalt im Be Place bedeutet Freiheit: An einem Tag kannst du die Gipfel herausfordern, am nächsten kannst du dich im Duft einer Rose oder im Schatten eines jahrhundertealten Arboretums verlieren. Denn Trentino ist auch eine leise, feine Erzählung – am schönsten zu lesen in langsamem Tempo, beim Spaziergang durch die Wege eines Gartens.
Kommentare zu diesem Artikel sind geschlossen